Hab das “kurze Portrait über einen erfolgreichen Mann in drei Kapiteln” jetzt nochmal mit Titeln und Credits versehen und hochgeladen, nachdem es zunächst exklusiv für The Iconist verwendet wurde und neulich auch bei Welt Online unauffällig versendet wurde.
Gemeinsam mit Klaus Neumann habe ich im Dezember 2011 Jeff Jarvis für Bauerfeind interviewt – in der Sauna, seinem Parade-Beispiel für den aus seiner Sicht schrägen Umgang der Deutschen mit dem Thema Privatsphäre. Das Interview gibt es jetzt in der Mediathek des ZDF.
“Der Autor Jeff Jarvis geht mit dem Thema Öffentlichkeit recht unkonventionell um. Dass die Deutschen sich so sehr um ihre Privatsphäre sorgen, kann er nicht so ganz nachvollziehen. Immerhin sind wir ein Volk, das sich ganz ungeniert, ganz und gar nackt, in der Sauna zeigt.” (Quelle: ZDF)
Wunderbarer Text von Gay Talese über Muhammad Ali, der heute 70 wird und der 1996 von Fidel Castro empfangen wurde. Und wie Ali kaum redet und Castro alle warten läßt und die absurden Gespräche. Sehr, sehr fein beobachtet.
“The keyword here is: Access. Bringing people to television and bringing television to places and situations to which it never had access.” (aus Video: The New Wave)
Jetzt noch etwas rumgestöbert über W. Eugene Smith. Und dann die Arbeiten aus seinem Jazz Loft Project gefunden, die in diversen Formen aufbereitet wurden: als Buch, als 4-stündige Radioshow und als alles vereinendes Webprojekt… Das ganze Material (40.000 Fotos, 4.000 Stunden Tonaufnahmen) wurde erst 20 Jahre nach Smiths Tod entdeckt und dann 12 Jahre lang von Sam Stephenson aufbereitet. Oben gibt’s ein Interview mit ihm. Adrian Kreye hat in der SZ mal einen längeren Text über die Flucht von Smith in dieses Haus zwischen 1957-64 geschrieben.
For his 1948 feature “Country Doctor” — republished here, in its entirety, for the first time online, with all of the photos and — LIFE magazine photographer W. Eugene Smith spent 23 days in Kremmling, Colorado, shadowing general practitioner Ernest Ceriani.
Neulich in einer Harzer Hotel-Bibliothek ein schmales Büchlein von Knut Hamsun gefunden und in einem Rausch gelesen. Vagabunde. Alt-deutsche Schrift, hübsche Grafiken dazwischen. Kurz und rund und bildreich wie ein Spielfilm.
Dreams of a Life ist eine Dokumentation über eine junge Frau, “die aussah wie Witney Houston, nur schöner,” doch 38-jährig in ihrer Londoner Wohnung während des Auspackens von Weihnachtsgeschenken allein vor dem Fernseher starb und dort erst drei Jahre später entdeckt wurde. Beim Guardian erzählt die Regisseurin Carol Morley die lange Version der traurigen Geschichte von Joyce Carol Vincent.
Hier gibt es eine interaktive Seite parallel zu der Film-Seite mit der Grundfrage: Wie lange würde es dauern bis DICH jemand vermisst?
Ich erinnere mich noch, dass Th. damals durch einen Zeitungskiosk schlenderte, auf der Suche nach diesem neuen Magazin, das immer anders aussehen würde. Die erste Ausgabe hat uns, glaube ich, enttäuscht. Mittlerweile ist eine Welt ohne Dummy kaum noch denkbar. Besonders die Wahl der (Off-)Themen und der andere Blick darauf, toll. Die Geschichten sind dann meistens gut und manchmal nicht so gut.
Jetzt ist die neue Ausgabe zum Thema “Familie” im Briefkasten gelandet. Und gleich auf dem Cover wird wieder klar, dass es um was anderes geht, als “Bilder von süßen Kindern und glücklichen Eltern”, so Gehrs auch im Editorial, “weil davon gibt es in den Medien eindeutig zu viel.”
So, besseres Wetter zum Blättern und Lesen kann es wohl nicht geben. Ganz analog.
Ich mag dieses Standbild. Obwohl viele Leute eine solche Geste ständig benutzen, kommt sie mir hier seltsam, fremd und geheimnisvoll vor. So als Bild. Hm. Da schneidet man tagelang an dem Material und merkt es trotzdem nicht…