MIRKO KUBEIN

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February 1, 2012 at 2:04pm
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Neulich hab ich bei Do You Read Me?! die erste Ausgabe des neuen Schweizer Magazins Reportagen gekauft. Nur Reportagen, ohne Fotos, mit vereinzelten Infografiken. Mir gefällt, was ich bisher gelesen hab. Besonders die historische Reportage von Truman Capote über Tanger. Sehr fein. Nur die vereinzelten Anzeigen für “Highpotentials” in dem Heft, find ich seltsam.
Nun flattert hier die letzte Ausgabe der “Welt am Sonntag” rum und ich wundere mich, wie dort ohne große Worte eine Geschichte aus dieser ersten Reportagen-Ausgabe vom Oktober 2011 zur exklusiven Titelgeschichte und komplett abgedruckt wird. Ohne einen Hinweis auf die Erstveröffentlichung von Erwin Kochs Text über das an Leukämie sterbende Kind Sarah. Aber klar mit großen Fotos des Mädchens. Auch bei welt-online wurde die sehr lange Geschichte ohne Hinweise veröffentlicht und ist dort wohl ein großer Erfolg. Und dabei kann man seit Monaten auf der Webseite von Reportagen dem kompletten Text sogar als Hörbuch folgen.
Ändert nichts daran, dass es eine gute, formal sehr strenge und vor allem sehr, sehr traurige Geschichte ist. Aber irgendwie find ich diese Praxis schmutzig, so bekommt die Geschichte unnötigerweise etwas boulevardeskes. Und den Umgang mit der Quelle find ich auch verstörend: andere die (Magazin-)Arbeit machen lassen und sich selbst die Rosinen herauspicken, nenne ich das. Wahrscheinlich ist es jedoch so üblich. Oder?

Neulich hab ich bei Do You Read Me?! die erste Ausgabe des neuen Schweizer Magazins Reportagen gekauft. Nur Reportagen, ohne Fotos, mit vereinzelten Infografiken. Mir gefällt, was ich bisher gelesen hab. Besonders die historische Reportage von Truman Capote über Tanger. Sehr fein. Nur die vereinzelten Anzeigen für “Highpotentials” in dem Heft, find ich seltsam.

Nun flattert hier die letzte Ausgabe der “Welt am Sonntag” rum und ich wundere mich, wie dort ohne große Worte eine Geschichte aus dieser ersten Reportagen-Ausgabe vom Oktober 2011 zur exklusiven Titelgeschichte und komplett abgedruckt wird. Ohne einen Hinweis auf die Erstveröffentlichung von Erwin Kochs Text über das an Leukämie sterbende Kind Sarah. Aber klar mit großen Fotos des Mädchens. Auch bei welt-online wurde die sehr lange Geschichte ohne Hinweise veröffentlicht und ist dort wohl ein großer Erfolg. Und dabei kann man seit Monaten auf der Webseite von Reportagen dem kompletten Text sogar als Hörbuch folgen.

Ändert nichts daran, dass es eine gute, formal sehr strenge und vor allem sehr, sehr traurige Geschichte ist. Aber irgendwie find ich diese Praxis schmutzig, so bekommt die Geschichte unnötigerweise etwas boulevardeskes. Und den Umgang mit der Quelle find ich auch verstörend: andere die (Magazin-)Arbeit machen lassen und sich selbst die Rosinen herauspicken, nenne ich das. Wahrscheinlich ist es jedoch so üblich. Oder?

Notes

  1. miroslaw posted this