“It’s not about running away. It’s about the desire to run away.”
Somewhere To Disappear ist ein schönes Portrait über den Magnum-Fotografen Alec Soth von Arnaud Uyttenhove und Laure Flammarion, die davor einen Film über Gonzales gemacht hat. Sie begleiten Soth bei der Arbeit für sein Projekt Broken Manual, wobei sehr schön deutlich wird, dass er eben nicht nur Aussteiger und ihr aktuelles Lebensumfeld porträtiert, sondern vielmehr auch seinem eigenen Drang, der Gesellschaft den Rücken zu kehren, versucht näher zu kommen.
Neben einigen zerschundenen Körpern und Seelen treffen sie schließlich auch auf sehr entspannte, wache, freundliche, zufriedene Menschen. Niemand quatscht dazwischen, alle erklären sich selbst, einschließlich Soth. Große Landschaftsbilder auch. An einigen Stellen irritierte mich die flotte, clip-artige Montage.
Nach der heutigen D-Premiere ist wohl leider vollkommen unklar, ob und wann der Film hierzulande wieder zu sehen sein wird. Vielleicht verkünden sie es hier irgendwann. Hier erzählen die beiden Filmemacher über ihre Arbeit.